Serhat Doğan - “Kückück!“ Ein Türke sieht Schwarz-Rot-Gold

Vor 12 Jahren kam Serhat aus der Türkei - ohne nennenswerte Deutschkenntnisse. Heute ist sein Deutsch zwar immer noch nicht perfekt, aber sein Gefühl für die deutsche Sprache so ausgeprägt, dass er uns pointiert zum Lachen bringt.

Serhat Doğan ist ein sympathischer Zeitgenosse, ein Musterbeispiel für gelebte Integration mit all ihren Haken und Ösen, mit all ihrem Irrsinn - da steht ein türkischer Heinz Erhardt vor einem - ohne Gedichte, aber mit ebenso hintersinnigem Humor, ebenso pointiert wie ausgestattet mit einem exzellenten Timing.

In seinem aktuellen Programm redet Serhat Doğan über Deutsche, Türken und Deutsch-Türken, über Männer und Frauen, über Machos und Weicheier ... und Kuckucksuhren.

 

Ihren besonderen Reiz zieht Serhat Doğans Culture-Clash-Comedy aus dem großen "Warum". Mit einer überaus sympathischen, fast kindlichen Neugier geht Serhat den Fragen des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen auf den Grund und findet im Absurden den Schlüssel für gelebte Integration. Politisch korrekt ist hier gar nichts, aber dafür richtig komisch!

Dabei plaudert seine Bühnenfigur entspannt aus ihrem eigenen Erfahrungsschatz: Serhat hat sich nach seiner Einreise aus der Türkei 2004 mittlerweile so an seine neue Heimat gewöhnt, dass er sogar im Winter Fahrrad fährt und dabei an roten Ampeln hält. Wenn dieser Türke dann mit einer Sozialpädagogin zusammenzieht ("Sabine wollte das so sehr, dass es für uns beide gereicht hat"), und danach beim Aufhängen seines Fenerbahce-Wimpels die Feng-Shui-Regeln beachtet, dann bekommt der Begriff "Integration" seine völlig neue - irrwitzig komische - Bedeutung.

Als Autoren für sein Programm konnte Serhat prominente Unterstützung gewinnen: Moritz Netenjakob u.a. Grimme-Preisträger, Autor für z.B. Wochenshow, Switch, Stromberg u.v.m. sowie Joy Chun (u.a. Ladykracher, die Teddy-Show, Luke Mockridge).